Berufswunsch Pflegefachfrau - helfen mit Herz und Verstand_ein Interview

Berufswunsch Pflegefachfrau – helfen mit Herz und Verstand

Anklam. Das Vorpommern Magazin war auf der Suche nach Antworten zu Beweggründen, warum junge Menschen den Berufswunsch Pflegefachkraft hegen. AMEOS-Mitarbeiter im VOPZI-Interview.

Mujda Ucra und Andrea Gau über den Beruf Pflegefachkraft

Mujda Ucra ist zwanzig Jahre jung und lebt mit ihrer Familie in Anklam. Während eines Schülerpraktikums lernte sie die Arbeit im AMEOS Klinikum Anklam kennen und entdeckte sogleich, dass dies auch eine berufliche Perspektive für sie werden könnte. Nun ist die angehende Pflegefachfrau bereits im 3. Ausbildungsjahr. Uns verriet sie in einem gemeinsamen Gespräch mit Praxisanleiterin Andrea Gau, was sie zu dem Berufswunsch geführt hat, was diesen Beruf im Alltag ausmacht und wie sie die Ausbildung und Arbeit im Anklamer AMEOS Klinikum bisher erlebt hat.

V-M: Du hast bei deinem Schülerpraktikum sofort bemerkt, dass dir dieses Berufsfeld zusagt. Warum ist das so?

Mujda Ucra: Natürlich steht der Gedanke, den Menschen zu helfen, die Hilfe benötigen, im Vordergrund. Man weiß doch selbst, wie es sich anfühlt, krank zu sein und wie froh man ist, wenn einem dann geholfen wird. Doch über die medizinische Hilfe hinaus, hat die Arbeit hier im Krankenhaus noch eine weitere sehr soziale Facette, die mir viel Freude bereitet. Man lernt unglaublich viele Menschen kennen und tritt mit ihnen in Kontakt, hört sich ihre Schicksale und Geschichten an und sammelt so enorm viele Erfahrungen. Es ist die große Vielfalt, die mich begeistert. Jeder Patient, jeder Fall und jeder Tag bringt neue Voraussetzungen und Herausforderungen mit sich. Für mich heißt das, ich habe jeden Tag die Chance, hier etwas neues zu lernen. Das macht mir Spaß und das fasziniert mich an dieser Arbeit.

V-M: Eine abwechslungsreiche Tätigkeit also. Wie sieht denn dein Alltag hier in der Klinik aus? Was sind deine Aufgaben?

Mujda Ucra: Das kommt immer darauf an, in welche Schicht und in welchem Bereich ich eingeteilt bin, denn davon hängen die Aufgaben ab. In der Frühschicht hat man auf Station eher pflegerische Aufgaben zu erledigen und den Patienten beispielsweise bei der Körperpflege zu helfen, wo es benötigt wird. Aber auch die Blutzuckermessungen am Morgen gehören dazu. In der Nachtschicht kümmert man sich auf Station mehr um medizinische Angelegenheiten, überwacht die Vitalparameter der Patienten, bereitet nach Anordnungen der Ärzte die Medikamente vor und solche Dinge. Ansonsten zählen auch Blutentnahmen, Vorbereiten von Infusionen, die Medikamentengabe und das Beobachten des Allgemeinzustandes der Patienten zu den Aufgaben. Wo es sich anbietet und gewünscht ist, haben wir auch immer ein offenes Ohr für die Patienten.

V-M: Stichwort Schichtarbeit – es gibt doch sicher auch Dinge, die dir nicht so gut gefallen?

Mujda Ucra: Die gibt es, aber die Schichtarbeit gehört nicht dazu. Das macht mir ehrlich gesagt sogar Spaß, weil die Arbeit dadurch noch abwechslungsreicher wird. Das wirklich Unschönste an diesem Beruf sind die traurigen Fälle. Zum Beispiel wenn ein Patient auf Station stirbt oder wir erfolglos reanimiert haben. Das sind Momente, die durchaus frustrierend sind, weil sehr leicht das Gefühl aufkommt, versagt zu haben. Doch auch dabei gilt es, damit professionell umzugehen. Man lernt, sich bewusst zu machen, dass man alles in seiner Macht stehende getan hat, um diesen Patienten zu retten. Das ist emotional nicht so leicht, aber das gehört eben auch zu diesem Beruf dazu.

V-M: Jetzt bist du schon im dritten Ausbildungsjahr. Wenn du einmal zurückblickst, wie hast du deine praktische Ausbildung im AMEOS Klinikum in Anklam empfunden?

Mujda Ucra: Ich bin sehr zufrieden mit der Ausbildung hier. Ich erhalte tolle Unterstützung durch Schwester Andrea und kann jederzeit auf ihre Erfahrungen und Expertise zählen. Sobald Fragen oder Unklarheiten auftauchen, wird sich sofort darum bemüht, alles zu erklären und mich in diesen Punkten noch stärker zu unterstützen. Durch den Wechsel der Stationen, je nach Stundenplan, lerne ich die verschiedenen Bereiche kennen. Toll ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Inhalte in Theorie und Praxis aufeinander abgestimmt sind. So kann ich Wissen, das ich gerade in der Berufsschule erworben habe, direkt praktisch anwenden. Also alles in allem kann ich die Ausbildung hier im Klinikum nur empfehlen.

Andrea Gau: Mit dem Durchlauf der verschiedenen Stationen und Bereiche bekommen unsere Auszubildenden einen Eindruck vom jeweiligen Fachgebiet und können so besser einschätzen, ob und worauf sie sich eventuell einmal spezialisieren möchten.

V-M: Eine letzte Frage noch. Würdest du sagen, der Beruf als Pflegefachfrau ist ein dankbarer Job?

Mujda Ucra: Das ist er definitiv. Wenn man den Patienten freundlich und geduldig gegenübertritt, sich auch abseits der medizinischen Versorgung um sie bemüht, kommt im Gegenzug sehr viel positives Feedback zurück. Das ist für mich immer einer der schönsten Momente der Arbeit.

Andrea Gau: Es ist gar nicht immer das Wort „Dankeschön“, sondern es sind mitunter kleine Gesten wie das Streicheln der Hand, die den Dank und die Zufriedenheit mit unserer Fürsorge zum Ausdruck bringen. In solchen Momenten weiß man einfach, wir haben das richtig gemacht.

(Gespräch, Fotos: A. Ulrich)

Du willst auch Pflegefachmann/-frau werden?

WISSENSWERTES ZUM BERUF

Seit 2019 gibt es die generalistische Pflegeausbildung zum Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“. Damit werden die Auszubildenden zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen (im Krankenhaus, im Pflegeheim und in der ambulanten Versorgung) befähigt. Nach dem Abschluss der generalistischen Ausbildung ist man beruflich breit aufgestellt und kann innerhalb der pflegerischen Versorgungsbereiche jederzeit wechseln. Der Berufsabschluss wird in allen Mitgliedsstaaten der EU anerkannt.

DAUER UND ORT DER AUSBILDUNG

Die Berufsausbildung zur/m Pflegefachfrau/-mann dauert drei Jahre und gliedert sich in einen betrieblichen und einen schulischen Teil. AMEOS kooperiert seit vielen Jahren eng mit der Beruflichen Schule „Dr. Erich Paulun“ in Pasewalk. Die praktische Ausbildung erfolgt in den AMEOS Klinika in Anklam und Ueckermünde sowie in der AMEOS Pflege in Ueckermünde.

VORAUSSETZUNGEN FÜR DIESE AUSBILDUNG

Für eine erfolgreiche Bewerbung sind verschiedene Schulabschlüsse möglich: Realschulabschluss Abitur Hauptschulabschluss mit a) einer erfolgreich abgeschlossenen mindestens zweijährigen Berufsausbildung oder b) einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung von mindestens einjähriger Dauer in der Pflegeassistenz, Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe BEWERBUNG Für die Bewerbung werden ein Bewerbungsschreiben und ein tabellarischer Lebenslauf benötigt. Außerdem Kopien des letzten Schul- bzw. Abschlusszeugnisses oder Praktikumsnachweise. Die Bewerbungsunterlagen sind möglichst bis zum 31. Januar 2021 einzureichen.

Und wohin sende ich die Unterlagen?

Am besten sendet Ihr Eure Bewerbung an:

 

AMEOS Krankenhausgesellschaft Vorpommern

Personalabteilung

Ravensteinstraße 23

17373 Seebad Ueckermünde

Telefon: 039771 41-655

E-Mail: [email protected]

Internet: http://www.ameos.eu/ueckermuende

Acht gute Gründe für die Wahl des Pflegeberufes

  1. Du arbeitest für und mit Menschen
  2. Du erwirbst ein breites und fundiertes Wissen
  3. Du arbeitest mit Herz, Hand und Verstand
  4. Du arbeitest selbstständig und trägst Verantwortung
  5. Du hast flexible Arbeitszeiten
  6. Du arbeitest und lernst im Team
  7. Du kannst in den unterschiedlichsten Institutionen – vom Krankenhaus über Rehakliniken bis zu ambulanten Einrichtungen – eingesetzt werden
  8. Du bist nach der Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt gefragt
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