Der Untergang der “Wilhelm Gustloff”

HEUTE am 30. Januar 2020 um 21:00 Uhr, jährt sich das tragische Schicksal der “Wilhelm Gustloff” zum 75. Mal. Nach neuesten Erkenntnissen waren damals mehr als 10.000 Menschen an Bord. Das Schiff wurde gegen 21 Uhr, querab von Stolpmünde (heute Ustka) vom sowjetischen U-Boot S-13 unter Kapitän Marinesko mit drei Torpedotreffern versenkt. Nicht wie oft fälschlicherweise genannt der Untergang der „Titanic“, sondern der Untergang der „Gustloff“ gilt seither als die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte der Seefahrt. Auch noch 75 Jahre später, ist dieses tragische Unglück bei uns hier in Deutschland immer noch ein ungeliebtes Thema.
Aber dieses Thema darf niemanden kalt lassen und schon gar nicht vergessen werden… so etwas darf NIE WIEDER geschehen!

Nur kurz zur Erinnerung…
Während Stalingrad längst befreit wurde und der Winter 1944 zum treuesten Verbündeten Russlands wird, ist die Niederlage der deutschen Armeen endgültig besiegelt. Heillos und unkoordiniert vollzieht sich der Rückzug, Kilometer um Kilometer wird der Roten Armee überlassen und es beginnt eine bittere Rache für einen Krieg, den Deutschland vom Zaun gebrochen hatte. Opfer dieser schrecklichen Rache… ist die deutsche Zivilbevölkerung… Frauen…KINDER…alte Menschen, Misshandlungen, Morde, Massaker, Vergewaltigungen und Deportationen müssen sie miterleben.

Heillos vollzog sich die Massenflucht der Menschen, die auf der Flutwelle besiegter Soldaten mitgetragen werden und es setzt die größte Flucht aus Ostpreußen ein. Das Ziel: die Ostsee, die kleinen und großen Häfen, in denen man sich Rettung erhofft. Alles Hab und Gut mit sich tragend, auf Karren, Schlitten oder am Körper taumeln die Menschen im letzten Kriegswinter des Jahres 1944/45 verzweifelt die letzten “Strohhalme” entgegen, die noch greifbar waren… in Gotenhafen, Dampfer… Schlepper… Jollen… Kriegsschiffe der Kriegsmarine… und mittendrin der Stolz des Dritten Reiches, der KdF Passagierdampfer Wilhelm Gustloff.

Evakuierung steht über allem. Rette sich wer kann und koste es was es wolle. Nur nicht in die Hände derer fallen, die sich nun als Sieger fühlen dürfen.

Jeder Schritt konnte der letzte sein und der Einzelne verlor an Bedeutung. Gemeinsam kämpfte man um das nackte Leben. Es glich einer Massenpanik, in der Freund und Feind kaum noch zu trennen waren. Gefahr drohte von überall. Verfolgt von der Angst vor der Roten Armee, lieft man sehenden Auges in die Arme der deutschen Wehrmacht, die genau dort wartete, wo die Flucht ihr Ende nehmen sollte… in Gotenhafen, wo Willkür und Nazi-Ideologie darüber entschieden, wer an Bord eines der Schiffe gehen durfte und wer nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=Ouu-0zqNa1E&feature=youtu.be

Der Untergang der "Wilhelm Gustloff"

Die Gustloff lief komplett überfüllt mit Menschen…aus Gotenhafen aus.
Das Schiff fuhr in einer Tiefwasserrinne der Ostsee, welche die Kriegsmarine von Minen frei hielt.

PLÖTZLICH ließ eine erste Explosion das Schiff erzittern… kurz darauf eine zweite und wenige Minuten später folgte eine dritte…
Drei gegnerische Torpedos hatten die Gustloff getroffen, abgefeuert vom sowjetischen U-Boot S-13, das nur 400 bis 600 Meter backbord auf der Lauer gelegen hatte. Die Gustloff sackte so stark nach vorn weg, dass über dem Bug die Wellen zusammenschlugen. Der erste Torpedo hatte das Vorschiff getroffen. Das Gros der dort untergebrachten Zivilbesatzung war sofort tot. Der zweite Torpedo traf das frühere Kreuzfahrtschiff auf Höhe des trockengelegten Schwimmbades, in dem zahlreiche Marinehelferinnen untergebracht waren. Der Explosion und den ihr nachfolgenden Fluten entkam kaum eine. Der dritte Torpedo besiegelte das Ende des Schiffs endgültig. Er zerstörte den Maschinenraum und riss in die Außenhaut ein gewaltiges Loch.

Schiffe, die zur Hilfe eilten, gab es in dieser eisigen Nacht nur wenige. Der große Kreuzer Admiral Hipper fuhr vorbei, vermutlich aus Vorsicht vor feindlichen U-Boot-Angriffen. Die wenigen Boote und Schiffe der Kriegsmarine, die rechtzeitig zu Hilfe eilten, waren viel zu klein für die vielen tausenden Schiffbrüchigen die im eisigen Wasser trieben.

Die Gustloff sank in nur wenigen Minuten…
Wie von Geisterhand sprang die komplette Beleuchtung des Schiffes noch ein letztes mal an, die Sirenen des Schiffes heulten auf. „Ein furchtbarer Schrei schallte über das Wasser.“ Der Schrei tausender Menschen die hilflos im eiskalten Wasser der Ostsee trieben…und einer nach dem anderen in den Fluten versank.

NUR 1252 Menschen der Gustloff wurden gerettet.

https://youtu.be/mlN7aMhMzy8

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