Die Zukunft im Blick: Rügen-Stralsund als HyStarter-Wasserstoffregion

Die Zukunft im Blick: Rügen-Stralsund als HyStarter-Wasserstoffregion

Stralsund. HyStarter-Wasserstoffregion Rügen-Stralsund präsentierte sich mit der Zukunft fest im Blick auf der Wasserstoff-Vollversammlung des Bundes

Durch Förderung als HyStarter-Wasserstoffregion wurde ein Konzept für eine nachhaltige Zukunft erarbeitet

Auf dem letzten Strategietreffen der HyStarter-Region Rügen- Stralsund Mitte Dezember wurde ein Handlungskonzept für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft fertig gestellt. Über ein Jahr wurde daran intensiv mit Akteuren der Region Rügen- Stralsund gearbeitet. Insgesamt sechs solcher Strategietreffen gab es in dieser Zeit. Die Region wurde nun gefragt, ob sie ihre Ergebnisse auf der Wasserstoff- Generalversammlung vorstellt. „Weil wir im HyStarter-Prozess zeigen konnten, dass wir nicht nur über ein gutes Netzwerk und zahlreiche Ideen verfügen, sondern auch zeitnah in die Umsetzung gehen werden“, freut sich Gunnar Wobig, Geschäftsführer der Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV).

Die Wasserstoffregion Rügen-Stralsund hat sich ein nachhaltiges Zukunftskonzept erarbeitet

Auf der Wasserstoff-Vollversammlung am 26. und 27. Januar stellte Prof. Johannes Gulden von der Hochschule Stralsund die Ergebnisse vor. Das Projekt HyStarter wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Zusammenarbeit mit der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) initiiert. „Mit Hilfe der Förderung hat sich Rügen-Stralsund als HyStarter- Wasserstoffregion ein Konzept für eine nachhaltige Zukunft erarbeitet. Die vorhandenen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien und damit zur Wasserstoffproduktion sowie die maritime Wirtschaft in der Region bieten dafür reale Anknüpfungspunkte. Damit zeigen die engagierten Akteure, wie die Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie vor Ort gelingen kann“, fasst Tilman Wilhelm, Bereichsleiter Kommunikation, Wissensmanagement, Kommunale Netzwerke bei NOW, zusammen. Das Konzept, welches die Ergebnisse zusammenfasst, wird voraussichtlich im 2. Quartal 2021 veröffentlicht.

Die Region soll grünen Wasserstoff erzeugen und eine Wasserstoffwirtschaft aufbauen

Erste Anwendungen wären zum Beispiel die Erzeugung von grünem Wasserstoff in der Region und Lösungen für die Wärmeversorgung auf der Insel Rügen sowie für Wasserstoffbusse und -infrastruktur in Stralsund und auf Rügen. Der Fährhafen Sassnitz (Mukran Port) und der Seehafen Stralsund sind dabei künftig wichtige Logistik- und Umschlagzentren sowie Erzeugerstandorte mit Ansiedlungspotenzialen für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft.

Die Zukunft im Blick: Rügen-Stralsund als HyStarter-Wasserstoffregion_hier_Prof. Dr. rer. nat. Johannes Gulden
Die Zukunft im Blick: Rügen-Stralsund als HyStarter-Wasserstoffregion_hier_Prof. Dr. rer. nat. Johannes Gulden
Die Zukunft im Blick: Rügen-Stralsund als HyStarter-Wasserstoffregion_hier_Gunnar Wobig, GF der LEKA MV
Die Zukunft im Blick: Rügen-Stralsund als HyStarter-Wasserstoffregion_hier_Gunnar Wobig, GF der LEKA MV

Ein Netzwerkkoordinator soll etabliert werden

Die Abschlussveranstaltung für das HyStarter-Projekt ist für Ende März, Anfang April 2021 geplant. Als nächste Schritte sind verschiedene Förderanträge in Vorbereitung, um beispielsweise einen Netzwerkkoordinator zu etablieren, der die begonnenen Aktivitäten fortsetzt und ausbaut. Aus dem HyStarter-Team Rügen-Stralsund haben sich die Stadtwerke Stralsund (SWS), Fährhafen Sassnitz GmbH und Energiewerke Rügen eG (EWR) zusammengeschlossen, um sich gemeinsam für das Folgeprogramm HyExperts für die Realisierung von Machbarkeitsstudien zu bewerben und somit Investitionen vorzubereiten.

Einiges ist sofort umsetzbar, Anderes hat noch Entwicklungsbedarf

„Einige Projekte könnten technisch sofort umgesetzt werden, sind aktuell aber noch nicht wirtschaftlich, zum Beispiel in der Mobilität“, sagt LEKA-Geschäftsführer Wobig und fügt hinzu: „Mit der Änderung des EEG-Gesetzes im Jahr 2021 könne eine wirtschaftliche Umsetzbarkeit realistisch werden.“ In anderen Einsatzgebieten für den Wasserstoff, wie etwa in Landwirtschaft und Schifffahrt, gebe es noch mehr Entwicklungsbedarf, bevor die Technologien in großem Maßstab anwendbar sind. Dazu sind mit der Hochschule Stralsund und Unternehmen aus der Region weitere Forschungsprojekte avisiert. Mitglieder im Kernteam des Projekts sind neben LEKA MV die EnergieWerke Rügen, die Hansestadt Stralsund, die Hochschule Stralsund/IRES, der Landkreis Vorpommern-Rügen, Mukran Port, das Nachhaltigkeitszentrum Rügen, SWS Energie, der Tourismusverband Rügen, die UmWeltSchule Rügen, die Weiße Flotte, die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG) sowie die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) und der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (ZWAR).

Das BMVI fördert im Rahmen des HyStarter-Projekts neun Regionen in Deutschland bei der Entwicklung eines Wasserstoffkonzepts und der Herausbildung eines Akteursnetzwerks vor Ort. Als Teil des HyLand-Programms werden die Regionen mit Mitteln des Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP 2.0) fachlich und strategisch unterstützt.

(Text und Fotos, Grafik: LEKA MV)

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