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Matrosen in Lederhosen und Ihre Musik im Interview​

Die Matrosen in Lederhosen – vom Strand, durchs Land, zum Alpenrand

Im Gespräch mit den Stimmungsmusikern aus dem Norden

Fiedl, Eixi und Hein stürmen die Bühnen und Herzen der Fans zünftiger Stimmungs- und Partymusik. Bekannt als die Matrosen in Lederhosen kamen die Drei zu uns in die Redaktion und wir wollten vom mehr von den unterhaltsamen Musiker-Trio wissen:

Unter Musiker bleiben wir beim „Du“. Also wer seid ihr genau?

(Fiedl) Wir sind eine ganz besondere Rostocker Band und heißen im wahren Leben Michael Fiedler, Thomas Eixner und Thomas „Tommi“ Selendt. Wir sind alle leidenschaftliche Vollblutmusiker, die ihren Beruf und das Publikum lieben! Unsere Lebenszentren haben wir auf Friedland, Strasburg und Rostock verteilt.

Wann startete eure Karriere so richtig?

(Eixi) Eigentlich ging es mit dem Morgenmagazin der Morgenmagazin der Ostseewelle am 22. Oktober 2006 so richtig los. Für uns war das der „offizielle Startschuss“ der Matrosen-in-Lederhosen-Karriere. Nach dieser Radiosendung kannten uns die Leute und wollten unsere spezielle Musik hören.

Das in Greifswald von rené becker Foto & Werbestudio produzierte 1. Musikvideo 

Und mit welchen Karriereschritten ging es dann weiter?

(Eixi) Ich versuche es mal in kürzester Turboform. Eigentlich hatten wir vor dem Ostseewelle-Interview erst zwei Titel aufgenommen. Doch danach wurde unser Titel „Steig in wir fahren nach Stettin“ gespielt und entwickelte eine enorme Eigendynamik. Da merkten wir das erste Mal so richtig „Die Leute wollen uns.“. Der nächste große Sprung war der Auftritt beim Alpengrandprix der Volksmusik. Danach wurden wir zum Showexpress eingeladen und endlich wurden unsere Songs bei Radio Paloma gespielt. Nach dem Erstabspielen bei Radio Paloma war einer unserer Lieder sofort zum „Schlager der Woche“ gekürt worden. Danach gingen unserer Buchungen und größeren Auftritte mit anderen Schlagergrößen richtig nach vorne.

Was macht euch denn so besonders?

(Hein schmunzelt…) Na das sieht man doch sofort. Unser einmaliges Outfit. Matrosen und Alpenlederhosen kombiniert mit UNS darin. Ich glaube unser Publikum spürt unsere Leidenschaft zur Musik und den Spaß daran jedes Mal. Wir machen eine eigene Art von Party-und Stimmungsmusik. Und unser Publikum honoriert es sehr, dass wir immer ehrlich und authentisch bleiben!

Welche Grundlage haben eure Texte und Melodien eurer Songs?

(Fiedl) Überwiegend versuchen wir eine frische und lustige Stimmung in unsere Songs einfließen zu lassen. Der Hintergrund unserer Texte sind immer Realereignisse, die wir selbst erlebt haben oder uns erzählt wurden. Wir schauen schauen dem Volk einfach auf die Schnute und schreiben danach unsere Texte. Daher sind auch schon mal ernsthaft, kritische Songs mit Blick auf die Gesellschaft dabei.

Fällt euch da eine besondere Geschichte zu einem Text ein?

(Fiedl) Ja da ist eine glücklich-tragische Hintergrundgeschichte zu unsrem Pommernlied. Der Inhalt stammt von einem ehemaligen Soldaten, der uns die Textvorlage lieferte und sich so wünschte, dies zu einem Lied zu kreieren. Diesen Wunsch erfüllten wir ihm. Aber nach der Erstdarbietung erfuhren wir, dass er kurz vorher verstorben war. Das ist dann schon ein sehr emotionaler Moment. Ich bin mir aber sicher, dass er am Tag der Premiere seines Songs, diesen vom Himmel aus genossen hat.

Welcher Auftritt war euer bisher wichtigster?

(Hein) Alle Auftritte liegen uns am Herzen und wir geben immer Alles für unser Publikum. Der Auftritt beim Alpengrandprix der Volksmusik 2014 in Meran als europaweiter Event mit hochklassigen Teilnehmern war für uns schon ein sehr wichtiger Meilenstein. Nach über 20 Jahren konnten wir mit unserem 3.Platz im Segment „Volksmusik“ wieder einmal einen Podiumsplatz nach Deutschland heimbringen. Dies war ein sehr besonderer Moment. Und hier haben wir auch ein Motto kreiert: „vom Strand, durchs Land, zum Alpenrand“.

Und welcher Gig hatte bisher das größte Publikum?

(Eixi) Mit Abstand ein Auftritt beim Warnemünder Turmleuchten. Da spielten wir schon vor ca. 90.000 Menschen. Das war grandios. Aber auch das Konzert anlässlich des Benefizspiels zwischen Hansa Rostock und dem FC Bayern München war vor einem riesigen Publikum. Und – ach ja – die Konzerte als Begleitmusiker von Roland Kaiser, da waren dann auch schon mehr als 7.000 Leute vor der Bühne. Aber ob 90.000 oder 900 es macht immer richtig Spaß. Wie sagt man doch so schön: „Masse ist nicht gleich Klasse!“. Denn unser größter Gänsehautmoment war bei mit etwas kleinerem Publikum bei einer Live-Aufzeichnung. Eigentlich gibt es bei solchen Sendungen keine Zugaben, aber nach unserem Song „Annemariechen“ drehte das Publikum total auf und forderte lautstark mit Standing-Ovation „Zugabe“. Das hatten wir alle Gänsehaut wie nie zuvor.

Welche Musiker und Sendungen bleiben euch besonders positiv in Erinnerung?

(Hein) Ohhhhh da gibt es so viele. Aber es hat uns schon viel Spaß gemacht und sehr geehrt mit Roland Kaiser, Klaus und Klaus, Jürgen Drews, Gottlieb Wendehals, Andy Borg und vielen mehr Musik zu machen. Sie sind Alle tolle Unterhalter, Musiker und Menschen. Eine besondere Ehre war es für uns, Gäste bei der Oliver Kalkofe – Jubiläumssendung sein zu dürfen. Dazu gibt es eine sehr lange Geschichte…Fürs nächste Interview dann (lacht verschmitzt).

 

matrosen-in-lederhosen-im-vorpommern-magazin

Wollt ihr uns eure bisher peinlichste Situation eurer Karriere erzählen?

(Fiedl) Naja etwas peinlich war schon als wir zu einem Konzert ohne Hein fuhren und er uns als „offiziell anerkannter Zeugwart“ die Koffer vorbereitete. Angekommen am Ort des Auftrittes entdeckten wir dann, dass etwas sehr Wichtiges fehlte – unsere Lederhosen!!! Das war uns schon sehr peinlich. Aber wir nahmen es letztendlich mit Humor und beschlossen für uns an diesem Abend „die Matrosen… in Jeans“ zu sein (lacht).

Ich sehe schon, irgendwie könnt ihr Alles zum Humorvollen Wandeln. Gab es denn für euch einen besonders lustigen Moment?

(Eixi) In der Tat. Bei der Wernersgrüner Musikantenschenke wurden die Konzerte auch aufgezeichnet. Und wir waren mal wieder richtig schwungvoll auf der Bühne. Im wahrsten Sinn des Wortes. Kurz gesagt, wir haben fast die kompletten Requisiten umgehauen. Das bei uns und dem Publikum für großen Spaß gesorgt. Da müssen wir heute noch darüber lachen. (und ja Alle lachen, sogar ich…)

Bei so viel Lustigkeit fühle ich doch trotzdem, dass ihr eine herzliche und verantwortungsvolle Seite habt. Liege ich da richtig?

(Fiedl) Ja das hast du richtig bemerkt. Wir sind wirklich lustige Musikanten. Aber wir wissen auch, dass es Momente im Leben gibt, die sehr weniger lustig bis gefährlich sind. Daher unterstützen wir Menschen, die andere in Not geratene Menschen helfen. Wir engagieren uns für die DGzRS – Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (hier geht es zur Website www.seenotretter.de). Wir schaffen es jedes Jahr ca. 1.000 € für diese wichtige Institution einzusammeln. Gerne rufen wir euch dazu auf, kräftig für die DGzRS zu spenden!

So langsam nähern wir uns leider schon dem Ende des Interviews. Da muss ich doch nach euren Zukunftsplänen fragen. Welchen Wunsch habt ihr für die nächsten Jahre?

(Hein) Wenn ich in die Nahe Zukunft schaue, wünsche ich uns Allen ein schnelles und gesundes Überstehen der sehr besonderen Corona-Zeiten. Diese Umstände treffen uns sehr hart, da so gut wie keine Veranstaltungen möglich sind. Die Auflagen stellen für die meisten Veranstalter eine sehr hohe finanzielle Hürde dar und so finden die meisten Veranstaltungen gar nicht statt. Wir wünschen uns, dass wir endlich wieder unseren Beruf ausüben können! Jedoch ist es sehr wichtig, dass Alle gesund bleiben und wir durch unsere Musik gute Laune verbreiten und Niemanden gefährden. Corona ist wirklich verrückt. In weiterer Zukunft möchten wir auf jeden Fall einmal bei „Immer wieder Sonntags“ auftreten und generell noch mehr Menschen durch mehr Auftritte unterhalten und begeistern.

Ich bedanke mich bei euch und wünsche uns allen eine schnelle Coronafreie Zukunft und euch viele schöne, lustige und emotionale Auftritte. Bleibt schön gesund und weiterhin so super unterhaltsam und lustig.

Alle die mehr wissen möchten, schauen regelmäßig hier bei VOPZI und auch bei den Matrosen auf deren Hausseite (www.matrosen-in-lederhosen.de) rein.

(Fotos und Video: René Becker www.rene-becker.de / Text: Michael Bladt)

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