Mysteriöses Geräusch in Greifswald???

Was war das nur für ein mysteriöses Geräusch im Juli in Greifswald?

Greifswald. Viele, die sich seit dem 6. Juli in Greifswald aufhielten, fragten sich häufig: „Was ist das für ein mysteriöses Geräusch?“. Wir gingen der Frage nach und wurden nahe den Gleisanlagen zwischen dem Greifswalder Hauptbahnhof und Südbahnhof fündig. Im Gespräch mit einem dort fleißigen Arbeiter bekamen wir mehr als nur eine spannende Antwort.

Woher kam denn nun dieses Geräusch?

Wir lokalisierten den Ursprung der Geräuschquelle auf einem Baustellenabschnitt für Gleiserneuerung zwischen dem Greifswalder Haupt- und Südbahnhof. Dort fragten wir einfach mal nach und erfuhren, dass hier die Gleise und das Gleisbett – das heißt auch der komplette Untergrund erneuert wurden. Genauer gesagt das Gleis 2 und das Streckengleis von Greifswald in Fahrtrichtung Züssow. Dabei wurde auch eine Spezialschutzschicht für eine bessere Entwässerung und Stabilität des Oberbaus der Gleise eingefügt. Dafür mussten viele Arbeiter sehr viel Material und Maschinen bewegen. Und diese Arbeiten machten natürlich sehr viel Lärm.

Das mysteriöse Geräusch diente der Sicherheit…

Aufgrund der Arbeiten mit vielen lauten Maschinen am und auf den Gleisen ist das Geräuschniveau sehr hoch. Deswegen mussten die Arbeiter vor herannahenden Arbeitsmaschinen gewarnt werden. Optisch und akustisch. Dies geschah durch eine automatische Warnanlage mit vielen hintereinander aufgereihten Signalgebern der Kieler Firma ZÖLLNER Signal GmbH (zur Webseite). Das Warngeräusch musste lauter sein, als die Arbeitsmaschinen und das heißt hier mindestens 110 Dezibel und das hörte man dann über weite Strecken in Greifswald! Jetzt wissen wir also, was das mysteriöse Geräusch – das Tuten – in Greifswald war.

Es wurde Tag und Nacht gearbeitet…

Wenn wir schon vor Ort sind und Informationen bekommen machen wir natürlich nicht nur „Beweisfotos“ für euch, sondern sind noch neugieriger! auf die Frage wie lange und in welchen Zeitabschnitten gearbeitet wurde, erfuhren wir Erstaunliches. Vom 6. bis 30. Juli wurde in der Tat Tag und Nacht in mehreren Schichten gearbeitet. Das widerlegt die weitverbreitete Ansicht, in Deutschland dauern Bauarbeiten immer länger als geplant und gearbeitet wird nur sporadisch. NEIN! Und körperlicher harte Arbeit war es auch. Viele Arbeitsstellen waren für Maschinen schwer oder gar nicht zugänglich, da war wirkliche Manpower der Gleisbauer gefragt

Und jetzt wünschen wir wieder eine gute Bahnfahrt… Und wenn ihr demnächst mal von Greifswald in Richtung Züssow mit der Bahn fahrt, dann wisst ihr jetzt was da unter euch mit dem Gleis 2 passiert ist. Es war mehr als nur ein mysteriöses Geräusch!

(Text: Michael Bladt / Fotos: René Becker)

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