Nachhaltig und unverpackt einkaufen in Greifswald künftig einfacher...
Nachhaltig und unverpackt einkaufen. Esther Strohmer und Philippe Schäfer erleichtern künftig umweltbewusstes Einkaufen.

Nachhaltig und unverpackt einkaufen

Greifswalds erster Unverpackt-Laden steht in den Startlöchern

Umweltbewusstes Einkaufen leicht gemacht

Greifswald. Mit dem Uver – Unverpackt am Meer wollen zwei Studierende den Greifswaldern umweltbewusstes Einkaufen erleichtern. Mit jedem Einkauf im Supermarkt trägt man auch eine Menge Verpackungsmüll mit nach Hause. Vor allem nicht recyclebare Plastikverpackungen sind hierbei bekanntlich ein großes Problem für unsere Umwelt.

Mit dem Einkauf in einem Unverpackt-Laden lässt sich Verpackungsmüll auf leichte Weise deutlich reduzieren bzw. sogar ganz vermeiden. So wird umweltbewusstes Handeln im privaten Rahmen für viele erleichtert. Und nicht nur Plastikmüll kann auf diese Weise reduziert werden. Jährlich landen tonnenweise Lebensmittel in der Mülltonne – eine Verschwendung sondergleichen. Auch diesem Problem begegnet man im Unverpackt-Laden. Völlig individuell können genau die Mengen der Produkte abgefüllt werden, die benötigt sind. 

Nachhaltig und unverpackt einkaufen. Eine Vielzahl von Lebensmitteln und Artikeln lässt sich bequem in Gläser abfüllen.
Eine Vielzahl von Lebensmitteln lässt sich völlig unkompliziert in Gläser oder andere Mehrwegbehälter abfüllen.

Von der Idee zum eigenen Unternehmen

Esther Strohmer und Philippe Schäfer, zwei Studierende an der Universität Greifswald, wollen mit einem Unverpackt-Laden in Greifswald ihre Zero-Waste-Idee weitergeben. „Uns ist es wichtig, dass wir den Leuten die Möglichkeit geben, auf einfache Weise, etwas gutes für unsere Umwelt zu tun“, erklären die beiden.

Kennengelernt haben sie das Konzept des unverpackten Einkaufens in Philippes Heimatstadt Saarbrücken. Hier sammelte der Student der Umweltwissenschaften bei einem Praktikum auch erste Ladenerfahrungen. „Von dieser Idee der Müllvermeidung waren wir beide von Anfang an begeistert“, sagt er und Esther ergänzt: „Als wir dann vor zwei Jahren zum Studieren nach Greifswald kamen, stellten wir fest, dass es so einen Laden vor Ort und auch in der näheren Umgebung noch gar nicht gibt. So entstand die Vorstellung, selbst einen Unverpackt-Laden zu eröffnen.“

Die Idee des nachhaltigen und unverpackten Einkaufens stand. Mittels Crowdfunding-Kampagne kam Geld für eine erste Grundausstattung des Uver – so wird Greifswalds erster Unverpackt-Laden heißen – in die Kasse. Nun stehen die beiden bereits kurz vor Abschluss eines Mietvertrages. „Wir wollen noch nicht zu viel versprechen, aber wenn alles klappt, können wir unsere Idee wahrscheinlich im kommenden Frühjahr in zentraler Lage von Greifswald verwirklichen“, sagt Philippe.

Reduce. Reuse. Recycle. Die Idee des Zero-Waste verwirklicht im Konzept des Uver

Das Konzept des Unverpackt-Ladens ist dabei denkbar einfach. Es werden eine Vielzahl an Lebensmitteln unverpackt, zum individuellen Abfüllen angeboten. Darüber hinaus wird es auch verschiedene Kosmetika und Haushaltsartikel geben. Produkte aus der Kühlung wie Milch oder Joghurt wird es voraussichtlich in Pfandgläsern geben.

Kurzum: Uver soll ein Laden werden, in dem hochwertige Lebensmittel aus der Region, ökologische Reinigungsmittel, Naturkosmetika und weitere nachhaltige Produkte, die ein umweltbewusstes Leben erleichtern, angeboten werden. „Wir setzen auf Mehrweg statt Einweg. Unsere Waren werden sich in großen Behältern befinden, an denen sich die Kunden selbstständig abfüllen können, was sie brauchen“, erklären Esther und Philippe. Die Mehrwegbehälter (Gläser, Edelstahldosen etc.) können ebenso im Laden erworben werden, wie beispielsweise Bienenwachstücher als Alternative zu Frischhaltefolie. Um das Angebot zu ergänzen, bieten die künftigen Jungunternehmer Workshops zu Themen wie „Do it yourself“ und „Zero Waste“ an.

Nachhaltig und unverpackt einkaufen. Auch im Unverpackt-Laden gibt es ein breites Sortiment.
Auch im Unverpackt-Laden gibt es ein vielfältiges Angebotssortiment.
Nachhaltig und unverpackt einkaufen. Naturkosmetik als umweltbewusste Alternative.
Naturkosmetik als Alternative: Festes Shampoo, Seife und vieles mehr.

Viel positives Feedback für Uver

Die große Unterstützungsbereitschaft, die sich durch reichlich positiven Zuspruch, die positive Resonanz an ihrem Marktstand im Sommer und nicht zuletzt auch beim Crowdfunding zeigte, mache die beiden zuversichtlich, dass ihre Idee bei den Greifswaldern gut ankommen wird. „Es wird hier schon viel für Nachhaltigkeit getan, Greifswald ist außerdem auch Fairtrade-Stadt. Ich denke, die Menschen hier sind offen für unsere Idee und freuen sich genau so darauf, wie wir“, so Psychologie-Studentin Esther abschließend.

Nachhaltig und unverpackt einkaufen. Uver stellte sich mit einem Marktstand vor.
An ihrem Marktstand stellten die beiden zukünftigen Unternehmer sich und ihre Idee vor.
Nachhaltig und unverpackt einkaufen. Esther beim Lebensmittel in Gläser abfüllen.
Interessierte konnten sich im August und September ausführlich über das Konzept des Uver informieren.

(Quelle: A.Ulrich / Fotos: Uver)

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