Rastplatz für die "Vögel des Glücks". VOPZI-Adventskalender Tür 22

Rastplatz für zehntausende Kraniche

Rastplatz für die „Vögel des Glücks“

Ideale Bedingungen für die Kraniche

Die Kraniche, „Vögel des Glücks“, sind für viele Menschen die Attraktion schlechthin. Die Küstengewässer Vorpommerns bieten durch große Flachwassergebiete ideale Bedingungen für die Rast der Kraniche. Die Region zwischen dem Darß und der Insel Rügen ist einer der bedeutendsten Kranichrastplätze in Zentraleuropa. Etwa ein Drittel der gesamten Population der westeuropäischen Kraniche rastet hier im Frühjahr und im Herbst. Am Tage fressen sich die Kraniche auf den Feldern den nötigen Energievorrat für den weiten Flug an. Um den Schaden auf den Feldern zu begrenzen, wird auf ausgewählten Flächen vor Sonnenaufgang Futter gestreut, eine sog. Ablenkfütterung.

Kraniche beobachten

In der Nähe dieser Flächen gibt es sehr gute Beobachtungsmöglichkeiten, ohne die Vögel zu stören. Daten zur Anzahl werden zwischen dem 31. Januar und dem 30. März sowie vom 1. Oktober bis zum 30. November erhoben. Im Herbst sind bis zu 70.000 Kraniche aus Skandinavien, dem Baltikum und Polen gleichzeitig in der Region. Die drei Hauptschlafplätze sind die Werder-Inseln, die Insel Kirr südlich von Zingst und die Udarser Wiek bei Tankow auf der Insel Ummanz im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Geeignete Beobachtungsstandorte sind: auf Usedom, auf dem Darß, am Günzer See, auf Rügen und bei Tankow/Ummanz. Wo die Kraniche am besten zu beobachten sind, erfährt man u.a. in der Ausstellung des Kranich-Informationszentrums in Groß Mohrdorf.

Kranich-Informationszentrum und Kranich-Info-Mobil

Das Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf informiert umfassend über das Naturschauspiel. Die Einrichtung organisiert Führungen und Kranichbeobachtungen im Nationalpark und sorgt mit unterschiedlichen Maßnahmen für den Schutz der Tiere. Kranich-Ranger sind zu bestimmten Zeiten täglich an Bord.

Vielfältiges Informationsmaterial und Ferngläser, aber auch Bücher und Zeitschriften gehören zur Ausstattung. Vor allem jedoch kann man von hier aus die berühmten Kranichtänze bestens beobachten. Kranichschutz Deutschland (NABU, WWF, Lufthansa Umweltförderung) hat mit Unterstützung durch die Kur und Tourismus GmbH Zingst das Kranich-Info-Mobil, kurz KIM, konzipiert und bauen lassen. Es steht seit März 2015 wieder auf dem Parkplatz am Günzer See.

(Quelle: Prof. Dr. Norbert Zdrowomyslaw: Die 161 HSK Mecklenburg-Vorpommerns mit Entdeckerrouten. Attraktiver Lebens-, Wirtschafts- und Urlaubsstandort, Greifswald: MV-Verlag & Marketing, 2019, S. 27)

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