Technisches Denkmal: Hubbrücke Karnin. VOPZI-Adventskalender Tür 14

Technisches Denkmal: Hubbrücke Karnin

Die Eisenbahn-Hubbrücke in Karnin

Ein weiterer Überrest der NS-Zeit

Die Reste der Hubbrücke der 1933 gebauten Eisenbahnbrücke über den Peenestrom sind heute ein technisches Denkmal von im wahrsten Sinne des Wortes herausragender Bedeutung.

Seit 1875 konnte man die Insel Usedom vom Festland aus mit der Eisenbahn über die Karniner Brücke erreichen, die Teil der Verbindung von Ducherow über Heringsdorf nach Wolgast/Fähre war. Die Bahnlinie wird heute nur noch zwischen Swinemünde und Wolgast betrieben. Anfangs war die Brücke eine eingleisige, handbetriebene Drehbrücke, die ab 1908 zweigleisig ausgebaut wurde. Um dem wachsenden Zugbetrieb mit höheren Verkehrslasten Rechnung zu tragen, wurde 1932/33 im Mittelteil eine 35 Meter hohe Hubbrücke errichtet, die etwa 52 von insgesamt 360 Metern Gesamtlänge der Brücke ausmachte. Die Brücke wurde zum Ende des 2. Weltkrieges von der Wehrmacht gesprengt, um der Roten Armee den Vormarsch zu erschweren. Nur das Hubteil blieb aus strategischen Gründen erhalten.

Über den Wiederaufbau der Brücke wird in den letzten Jahren regelmäßig diskutiert.

(Quelle: Prof. Dr. Norbert Zdrowomyslaw: Die 161 HSK Mecklenburg-Vorpommerns mit Entdeckerrouten. Attraktiver Lebens-, Wirtschafts- und Urlaubsstandort, Greifswald: MV-Verlag & Marketing, 2019, S. 42)

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